U-Multirank

Aus CHE-Ranking MethodenWiki

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Mit Förderung der EU-Kommission hat ein Netzwerk führender europäischer Einrichtungen unter Federführung von CHEPS und dem CHE ein alternatives Konzept für ein multidimensionales internationales Ranking entwickelt und in einer Pilotstudie auf seine Machbarkeit hin untersucht. Das Fazit des U-Multirank-Projektes lautet: Das entwickelte Konzept funktioniert auch im globalen Maßstab und kann die Probleme bestehender weltweiter Rankings lösen. Das Konzept profitiert von den methodischen Vorarbeiten im CHE Hochschulranking und orientiert sich in vielen Grundelementen eng an der CHE Methodik: Das Ranking soll multidimensional sein und anstelle simplifizierender Gesamtwerte ein differenziertes Bild der Profile und der Leistungsfähigkeit der Hochschulen zeigen; statt einzelner Rangplätze werden Ranggruppen vergeben. In enger Anlehnung an ein ebenfalls von der EU-Kommission gefördertes Projekt zur Entwicklung einer europäischen Klassifikation der Hochschulen soll dabei auch ein Instrument entwickelt werden, das es erlaubt, zunächst auf der Basis der Institutionellen Profile Gruppen von vergleichbaren Hochschulen zu identifizieren, die dann innerhalb der Gruppe in einem Ranking verglichen werden. Diese Verknüpfung von institutionellen Profilen und multidimensionalem Ranking ermöglicht es, Exzellenz in verschiedenen Bereichen sichtbar zu machen. Es wurden Indikatoren zu den fünf Dimensionen »Studium & Lehre«, »Forschung«, »Wissenstransfer«, »Internationale Orientierung« und »Regionales Engagement« entwickelt, die in einem intensiven Prozess mit Stakeholdern diskutiert worden sind. Um die Machbarkeit des Konzeptes zu testen, wurde ein Pilotprojekt für ein institutionelles Ranking und ein fachbezogenes Ranking in den drei Pilotfächern Betriebswirtschaftslehre, Maschinenbau und Elektrotechnik durchgeführt, an dem sich insgesamt rund 114 Hochschulen aus Europa und aus nicht europäischen Ländern beteiligt haben. Datenquellen sind neben Befragungen der Hochschulen und Fachbereiche eine Studierendenbefragung sowie bibliometrische und Patentanalysen. Im Ergebnis hat sich gezeigt, dass das Konzept tragfähig ist. Bei dem abgeschlossenen U-Multirank-Projekt handelte es sich um eine Machbarkeitsstudie, die nicht in einem veröffentlichten Ranking resultiert. Dieses soll in einem Anschlussprojekt umgesetzt werden, für das die EU-Kommission im Frühjar 2012 eine Ausschreibung herausgab.

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