Studierendenbefragung

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Studierendenbefragung

Ziel der Befragung ist die Erhebung der Lehr- und Lernbedingungen aus der Sicht der Studierenden in grundständigen Studiengängen. Gefragt wird unter anderem nach dem Lehrangebot, der Studienorganisation, dem Forschungsbezug sowie der Praxisorientierung des Studiums, dem Studienklima, der Unterstützung bei der Organisation von Auslandsaufenthalten und der Betreuung, nach Ausstattungskriterien (z.B. Bibliothek, IT-Infrastruktur, Labore, Räume, Sportanlagen) sowie nach einer Beurteilung der Studiensituation insgesamt im Fach an der Hochschule. Darüber hinaus enthält der Fragebogen auch Fragen nach der Wohnsituation, der Miete und den überwiegend genutzten Verkehrsmitteln.

Da die Anschriften der Studierenden sowie die Angaben zum jeweiligen Fachsemester ausschließlich den Hochschulen vorliegen und das CHE (aus Datenschutzgründen) keine Adressen von Studierenden besitzt, wird die Erhebung unter Mitwirkung der örtlichen Studierendensekretariate bzw. Immatrikulationsbüros durchgeführt. Die Beantwortung des Fragebogens ist ausschließlich online möglich. Der Zugang wird über ein individuelles Passwort sowie ein grafisches Schloss geregelt. Die maximale Zahl Befragter je Studiengang (bzw. je Fachbereich) liegt bei 500. Einbezogen werden bei Bachelor Studiengängen Studierende der Fachsemester 3 bis 7. Bei Diplom- und Magisterstudiengängen werden Studierende vom fünften Fachsemester bis zum zehnten (Fachhochschulen) bzw. zwölften Fachsemester (Universitäten) um ihre Meinung gebeten. Da sich im Fach Medizin die Studienordnung grundlegend geändert hat, wurden hier Studierende der Semester 5 bis 10 befragt, die bereits nach der neuen Ordnung studieren. Wenn in einem untersuchten Fach an einer Hochschule weniger als 500 Studierende diese Kriterien erfüllen, werden alle angeschrieben. Gibt es mehr als 500 Studierende in den interessierenden Semestern, wird eine Zufallsstichprobe von 500 Studierenden gezogen. Die Lehramtsstudiengänge der untersuchten Fächer werden gesondert berücksichtigt. Für diese Studiengänge werden weitere 500 Studierende je Fach und Hochschule einbezogen.

Bei allen Fächern werden nur diejenigen Befragten in die endgültige Auswertung einbezogen, die bereits mindestens ein Jahr an der derzeitigen Hochschule studiert haben und die nach eigenen Angaben auch aktiv studieren. Ergebnisse werden nur dargestellt, wenn in einem Fach bzw. Studiengang für eine Hochschule Antworten von mindestens 15 Studierenden vorliegen und wenn die Rücklaufquote bezogen auf den Fachbereich bei mindestens 10% lag. Die Studierenden werden gebeten, verschiedene Aspekte der Studiensituation auf einer Skala von 1 (sehr gut) bis 6 (sehr schlecht) zu bewerten. Die Einzelitems wurden dabei großenteils über eine Indexbildung verdichtet. Die Indexwerte der Studierendenurteile entsprechen dem (ungewichteten) arithmetischen Mittel der Einzelbewertungen. Items, die nur in einzelnen Fächern eine Rolle spielen, wie etwa das "Angebot an Literatur in der Zielsprache", werden für die übrigen Fächer bei der Mittelwertbildung nicht berücksichtigt. Die Beziehungen zwischen den Items wurden mit Hilfe von Reliabilitätsanalysen überprüft.

In das aktuelle HochschulRanking gehen die Urteile von knapp 250.000 Studierenden allein aus Deutschland ein (inklusive Zeitvergleich). Hinzu kommen Studierendenurteile aus Österreich, der Schweiz, Bozen (Italien),den Niederlanden sowie aus deutsch- bzw. englischsprachigen Studiengängen in Rumänien und Ungarn.

Zur Sicherung der Datenqualität überprüft das CHE, ob die Studierendenbefragung an den untersuchten Hochschulen und Berufsakademien entsprechend der Vorgaben des CHE und unter vergleichbaren Bedingungen abläuft.

Fragebogenrücklauf der Studierendenbefragung

Die Rücklaufquote variiert nach Fächern und Hochschultyp. In der Übersicht ist die jeweilige Rücklaufquote angegeben. Auch der Rücklauf für die einzelnen einbezogenen Fachbereiche schwankt stark. Allerdings ist zu beachten, dass durch teilweise fehlerhafte Selektion der angeschriebenen Studierenden (z.B. zu hohe oder zu niedrige Semesterzahl, nicht in das Ranking einzubeziehende Studiengänge, Einbeziehung von Masterstudierenden) und teilweise unvollständige Angaben über die Zahl der versandten Befragungsunterlagen seitens der Immatrikultionsämter die Rücklaufquoten nicht zuverlässig ausgewiesen werden können.

Datenprüfung der Studierendenbefragung

Das CHE will mit dem Ranking künftigen Studierenden eine Hilfe bei der Wahl der Hochschulen bieten und sieht sich gegenüber den Nutzern dementsprechend in hoher Verantwortung, entscheidungsrelevante Informationen zu liefern und nur belastbare Daten zu veröffentlichen. Das CHE misst deshalb qualitätssichernden Maßnahmen in der Studierendenbefragung eine hohe Bedeutung zu. Dazu gehört, dass die Studierendenurteile, da sie sich auf die eigene Hochschule der Befragten beziehen, darauf hin überprüft werden, ob sie eine unbeeinflusste Bewertung der eigenen Hochschule darstellen.

Das CHE hat in den letzten Jahren wiederholt von Versuchen einzelner Hochschulen/Fachbereiche erfahren, die ihre Studierenden aufgefordert haben, ihre Hochschule positiv zu bewerten. In einer Reihe von Fällen wurden nach Prüfung der Daten die Studierendenurteile nicht ins Ranking einbezogen, d.h. nicht veröffentlicht. Das CHE hat mit Blick auf die Studierendenbefragung klare Regeln aufgestellt, die den Hochschulen bekannt sind und deren Einhaltung Voraussetzung für die Einbeziehung der Studierendenurteile ist. Diese beziehen sich zum einen auf den allgemeinen Ablauf der Studierendenbefragung, zum anderen aber auch auf den Umgang mit Beeinflussungsversuchen durch Dekane und andere Angehörige der Fachbereiche, Hochschulleitungen und Studierendenvertretungen.

Beeinflussungsversuche

Die Studierenden sollen die Studienbedingungen an ihrer Hochschule in ehrlicher Weise beurteilen, um künftigen Studierenden ein verlässliches Bild der Hochschule zu liefern. Neben der bewussten oder unbewussten Manipulation der Stichprobe seitens der Hochschule ist es in der Vergangenheit vereinzelt zu Versuchen gekommen, die Studierenden zu positiven Bewertungen der eigenen Hochschule zu animieren. Das CHE fragt dies u.a. im Studierendenfragebogen ab.

Studierendenurteile für einen Fachbereich werden dann nicht veröffentlicht, wenn:

  1. Hinweise auf einen Beeinflussungsversuch vorliegen (etwa aus den Angaben von Studierenden aus der Befragung selbst; Ergebnisse von Internet-Recherchen seitens des CHE, häufig wird das CHE aber auch auf anderen Wegen von Beeinflussungsversuchen in Kenntnis gesetzt – indem z.B. entsprechende Mails an die Studierenden zur Kenntnis gebracht werden) und gleichzeitig
  2. die Ergebnisse eine Wirkung des Beeinflussungsversuchs erkennen lassen. Anhaltspunkte hierfür bieten die – in diesem Fall besonders positiven - Ergebnisse an sowie der Vergleich mit den Ergebnisses des letzten Rankings
  3. Darüber hinaus werdenseit dem Ranking 2009 die Antworten von einzelnen Studierenden nicht in die Ergebnisberechnungen einbezogen, wenn sie durchgängig 1 angekreuzt haben

Auf dieser Grundlage wurden im Ranking 2008 von einzelnen oder mehreren Fachbereiche an insgesamt 13 Hochschulen, im Ranking 2009 von drei Fachbereichen aus den Berechnungen und somit auch aus der Veröffentlichung herausgenommen. Im Ranking 2010 wurden keine Auffälligkeiten festgestellt.

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