Ranggruppen für Studierendenurteile

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Studierendenurteile: Gruppenbildung nach signifikanten Abweichungen vom Durchschnittsurteil im Fach

Im Unterschied zu den Fakten sind die Studierenden- und Absolventenurteile abhängig von den jeweils antwortenden Studierenden (Absolventen), sie sind einer gewissen Unsicherheit unterworfen. Wie gut sie jeweils dem "wahren" Urteilswert für einen Fachbereich entsprechen, hängt wesentlich von der Zahl der Antwortenden und der Bandbreite ihrer Bewertungen ab.

Wie viel "Vertrauen" man in ein solches Durchschnittsurteil haben kann, drückt sich statistisch durch ein sogenanntes Vertrauens- oder Konfidenzintervall aus. Diese Konfidenzintervalle lassen sich nutzen, um die Unsicherheit der Urteilswerte in die Rangruppenberechnung einzubeziehen. Statt eine feste Grenzen für die Durchschnittsurteile festzulegen und danach die Spitzen- bzw. Schlussgruppe zu bestimmen, wird zusätzlich die Länge des entsprechenden Konfidenzintervalls mit einbezogen:

Für Fachbereich i, sei m_i die Durchschnittsbewertung ihrer Studierenden, s_i die Standardabweichung dieser Bewertungen und n_i die Fallzahl an Fachbereich i und m der bundesweite Mittelwert. Liegt dieser in dieser Untersuchung erhobene bundesweite Mittelwert für das Fach außerhalb des Konfidenzintervalls eines Faches an einem Fachbereich, erfolgt eine Einordnung in eine der Extremgruppen (Spitzen- oder Schlussgruppe.) :

  • falls m_i - 1.96 ∙s_i/√(n_i ) > m ⇒ Fachbereich i " Schlussgruppe",
  • falls m_i + 1.96 ∙s_i/√(n_i ) < m ⇒ Fachbereich i " Spitzengruppe".

Um die verbleibenden Fachbereiche, die jetzt eine Mischung aus tatsächlich "durchschnittlichen" Fachbereichen und solchen mit zu wenigen oder zu diversen Urteilen für eine Zuordnung zu den Extremgruppen sind, weiter zu charakterisieren, wurden zwei zusätzliche Orientierungsgrenzen eingeführt. Diese werden berechnet als 0,25 Abweichung vom Mittelwert sowie dem Standardfehler auf Fachbereichsebene. Sie sind fachspezifisch unterschiedlich. Sei m die durchschnittliche Bewertung über alle Fachbereiche, s die Standardabweichung "zwischen" den Fachbereichen, d.h. von m_i ,i=1,…,n, und n die Anzahl der Fachbereiche im Vergleich:

  • Untere Grenze: L = m -(0.25+(1.96 ∙s/√n)),
  • Obere Grenze: U = m +(0.25+(1.96 ∙s/√n)).

Fachbereiche, deren Konfidenzintervall komplett zwischen diesen beiden Grenzen liegen, werden, sofern sie nicht bereits der Spitzengruppe angehören, der Mittelgruppe zugeordnet.

Ist allerdings das Konfidenzintervall so breit, dass es über den Mittelwert und eine dieser Grenzen hinausragt, werden diese Werte nicht in das Ranking einbezogen, weil sie nicht klar einer Gruppe zuordenbar sind. Dies betrifft erfahrungsgemäß insbesondere Fachbereiche, bei denen der Rücklauf zwischen 15 und 50 liegt.

Die Zuordnungsregeln noch einmal zusammengefasst:

  • falls m_i - 1.96 ∙s_i/√(n_i ) > m ⇒ Fachbereich i " Schlussgruppe",
  • falls L < m_i - 1.96 ∙s_i/√(n_i ) and U > m_i + 1.96 ∙s_i/√(n_i ) ⇒ Fachbereich i " Mittelgruppe",
  • falls m_i + 1.96 ∙s_i/√(n_i ) < m ⇒ Fachbereich i " Spitzengruppe"
  • falls m_i - 1.96 ∙s_i/√(n_i ) < L and m_i + 1.96 ∙s_i/√(n_i ) > m or if m_i + 1.96 ∙s_i/√(n_i ) > U and m_i - 1.96 ∙s_i/√(n_i ) < m ⇒ Fachbereich i nicht gerankt in diesem Indikator
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