ForschungsRanking Methodik

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Methodik

Das CHE ForschungsRanking umfasst derzeit siebzehn Fächer und basiert auf dem umfangreichen Datenmaterial, das durch die jährlichen Untersuchungen zum CHE HochschulRanking zur Verfügung steht. Während im CHE HochschulRanking neben ausgewählten Forschungsindikatoren Informationen zum Studium, wie z.B. die angebotenen Studiengänge oder Studierendenurteile im Mittelpunkt stehen, konzentriert sich das ForschungsRanking ausschließlich auf die universitäre Forschung. Die Aktivitäten der Universitäten auf diesem Gebiet sollen bundesweit transparent gemacht und forschungsstarke Fakultäten in den einzelnen Fächern hervorgehoben werden. Neben den „pro-Kopf“-Forschungsindikatoren (z.B. Drittmittel pro Wissenschaftler), die im HochschulRanking ausgewiesen werden, werden im ForschungsRanking auch die Absolutwerte (z.B. die Drittmittelsumme) berücksichtigt. Die Ergebnisse werden auf unterschiedlichen Ebenen dargestellt: Neben den fachspezifischen Ranglisten zu den einzelnen Indikatoren werden „forschungsstarke Hochschulen je Fach“ herausgestellt.


Dabei verfolgt auch das ForschungsRanking in den einzelnen Fächern die methodischen Grundsätze aller CHE-Rankings:

  • keine Aggregation einzelner Indikatoren bzw. eines Gesamtwertes über eine Universität insgesamt, sondern fachbezogene Darstellung der Ergebnisse,
  • kein gewichteter Gesamtwert für die Forschungsleistung einer Fakultät, sondern Betrachtung einzelner Indikatoren,
  • keine einzelnen Rangplätze, sondern Profile forschungsstarker Universitäten je Fach.


Zur CHE Methodik des HochschulRankings.

Fächerauswahl

Das ForschungsRanking enthält die Daten aller Fächer aus dem HochschulRanking, für die mindestens drei verschiedene Forschungsindikatoren ausgewiesen werden konnten. Eine Ausnahme bildet in diesem Jahr das Fach "Informatik". Hier können zwar derzeit noch keine bibliometrischen Daten ausgewiesen werden, allerdings gibt es Bestrebungen seitens des Fakultätentages Informatik sich im Fach auf eine geeignete Datenbasis für eine bibliometrische Analyse zu verständigen. Diese soll dann auch vom CHE genutzt werden und es somit ermöglichen, im nächsten Zyklus auch eine Publikationsanalyse im Rahmen des Rankings durchzuführen.

Ermittlung forschungsstarker Hochschulen je Fach

Die Forschungsdaten gehen in der Regel zweifach in die Ermittlung der Forschungsstärke von Hochschulen in einem Fach ein: als absolute Zahl sowie als Pro-Kopf-Wert. Ausnahmen sind die Zitationen (pro Publikation) sowie in einigen Fächern die Publikationen (z.T. nur absolut, nicht pro Kopf). Für jeden einzelnen Indikator wird je Fach eine Spitzengruppe gebildet. Hochschulen, die sich in einem Fach bei mindestens der Hälfte der Indikatoren in der Spitzengruppe platzieren können, werden im ForschungsRanking als forschungsstarke Hochschule in diesem Fach eingestuft.

Gruppenbildung

Die Gruppeneinteilung entspricht bei den Pro-Kopf-Werten dem CHE HochschulRanking. Hier wurden alle Werte (inklusive der am Ranking teilnehmenden ausländischen Universitäten) in Quartile aufgeteilt. Das obere Quartil entspricht jeweils der Spitzengruppe, das untere Quartil der Schlussgruppe und die mittleren beiden Quartile der Mittelgruppe. Die Gruppeneinteilungen aus dem CHE-HochschulRanking wurden für das Forschungsranking übernommen, eine Neuberechnung der Quartile ausschließlich für die deutschen Hochschulen wurde nicht vorgenommen, nicht zuletzt um die Übereinstimmung der Daten zwischen HochschulRanking und ForschungsRanking sicher zu stellen.

Für die Gruppenbildung bei den absoluten Werten werden die Werte zunächst absteigend geordnet und ihre anteiligen Beiträge zur Gesamtsumme kumuliert. Der Spitzengruppe gehören von oben gezählt die Fachbereiche an, die zusammen für mindestens 50% der Gesamtsumme (z.B. der gesamten Drittmittel in einem Fach) verantwortlich sind, die Schlussgruppe bilden jene Fachbereiche, auf die von unten gezählt zusammen maximal nur noch 10% des Gesamtaufkommens entfallen.

Weitere Inhalte

Neben der Verteilung der Drittmittel auf die Drittmittelgeber für das jeweilige Fach, der Verteilung der Drittmittelgeber für die Fächer der einzelnen Hochschulen und Angaben zur Korrelation zwischen den verschiedenen Forschungsindikatoren zeigt die Gegenüberstellung von absoluten und relativen Zahlen der Publikationen, Promotionen und Erfindungen im Streudiagramm inwieweit die Leistung bezogen auf einen Indikator durch die Größe des Fachbereichs bestimmt wird.

Weitere Streudiagramme veranschaulichen die Zusammenhänge zwischen jeweils zwei Fakten-Indikatoren (z.B. der Höhe der Drittmittel und der Zahl der Publikationen);um unterschiedliche Profile in der Forschungsaktivität sichtbar zu machen. Zusätzlich wird die Reputation als dritte Größe in das Diagramm aufgenommen. Dies erlaubt eine Gegenüberstellung der Reputation der Hochschulen in der Fach-Community mit den Forschungskennzahlen.

Die Streudiagramme enthalten naturgemäß nur solche Universitäten, für die in beiden dargestellten Fakten-Indikatoren Werte zur Verfügung stehen, d. h. Universitäten, für die für einen der beiden Indikatoren keine Daten vorhanden sind, fehlen in dem Diagramm, selbst wenn sie im zweiten Indikator in der Spitzengruppe liegen. Die Zugehörigkeit zur Spitzengruppe bei der Reputation ist grafisch durch einen grünen Punkt gekennzeichnet. Namentlich sind in den Diagrammen diejenigen bezeichnet, die in dem Fach entweder zur Gruppe der forschungsstarken Fakultäten gehören, oder bei der Reputation zur Spitzengruppe zählen.

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