CHE Methodik

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Um ihre Funktion sowohl als Entscheidungshilfe für Studierende als auch als Orientierungsinstrument für Hochschulen erfüllen zu können, müssen Hochschulrankings methodische Standards erfüllen, die sich in den letzten zehn Jahren herausgebildet haben und im CHE Ranking verwirklicht werden:


Inhaltsverzeichnis

Fachbezogenheit

  • Rankings müssen fachbezogen sein. So wenig die Hochschulen alle gleichwertig sind, so wenig existiert „die“ beste Hochschule. Zu verschieden sind die Leistungen der Hochschulen in den einzelnen Disziplinen, Fächern und Studienbereichen. Eine Aggregation auf der Ebene ganzer Hochschulen bietet keine entscheidungsrelevanten Informationen für Studienanfänger, die ein spezifisches Fach studieren wollen, und verwischt Unterschiede zwischen den Fächern an einer Hochschule, die z. T. ja auf expliziten Profilentscheidungen beruhen.

Multidimensionalität

  • Auch innerhalb eines Faches würde ein Gesamtwert für eine Hochschule Unterschiede mit Blick auf Forschung, Lehre, Betreuung, Ausstattung u. ä. verwischen. Ein Ranking muss daher multidimensional angelegt sein, d.h. Indikatoren in Form von Fakten wie Promotionen oder verausgabte Drittmittel und Urteilen wie der Einschätzung der Bibliothekssituation oder der Betreuung durch die Lehrenden müssen nebeneinander gestellt werden. Dies gilt umso mehr, als auch die Entscheidungspräferenzen von Studienanfängern heterogen sind. Nur auf diese Weise kann ein Ranking sowohl den Stärken und Schwächen von Hochschulen in einzelnen Aspekten ihrer Leistungen als auch der Heterogenität in den Präferenzen von Studienanfängern Rechnung tragen.

Perspektivenvielfalt

  • Rankings sollten ein differenziertes Bild der Hochschulen aus verschiedenen Perspektiven zeichnen. Neben den Fakten zu den Fachbereichen und Studiengängen fließen die Perspektiven der Hochschullehrer und der Studierenden (sowie in Ansätzen von Absolventen) in das Ranking ein. Damit entsteht ein differenzierteres Bild als in Rankings, die nur auf der Befragung einer Personengruppe (z.B. nur Studierende, nur Personalchefs) beruhen. Zudem lassen sich so subjektive Einschätzungen und objektive Indikatoren kontrastieren.

Ranggruppen

  • Rankings dürfen keine Pseudogenauigkeit vorgaukeln, die kleine Unterschiede im Zahlenwert eines Indikators als Leistungs- bzw. Qualitätsunterschiede fehl interpretieren. Daher werden die Hochschulen im CHE Ranking nicht einzelnen Rangplätzen zugeordnet, bei denen häufig kleine Unterschiede im Wert eines Indikators zu großen Unterscheiden bei den Rangplätzen führen, sondern drei Ranggruppen: einer Spitzen-, einer Mittel- und einer Schlussgruppe.

Weiterführende Links zum Vorgehensmodell


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