Absolventenbefragung

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Mit der Befragung von Absolvent(inn)en soll die Perspektive des Arbeitsmarkt- und Berufsbezugs des Studiums in das Hochschulranking einbezogen werden. Leider existiert in Deutschland keine nach Studienfächern und Hochschulen disaggregierte Statistik zum Berufseinstieg und-verlauf von Hochschulabsolventen. Daher bleibt die direkte Befragung von Hochschulabsolvent(inn)en das einzige Instrument, Informationen und Daten über dieses wichtige Thema zu erhalten. Absolvent(inn)en können zum einen im Rückblick ihr Studium und die dort vermittelten beschäftigungsrelevanten Qualifikationen bewerten, zum andren aber auch Einblick in den Berufseinstieg geben.

Aufgrund der vielfach noch wenig entwickelten Alumni-Kultur an den deutschen Hochschulen stehen Befragungen von Absolvent(inn)en vor der Problematik, dass viele Hochschulen über keine– aktuellen – Adressen ihrer Absolvent(inn)en verfügen und der Feldzugang daher schwierig ist. In den letzten Jahren konnten daher Absolventenstudien mit einer ausreichenden Beteiligung von Hochschulen nur in einzelnen Fächern durchgeführt werden, aus denen eine Reihe von Urteilen ins Hochschulranking übernommen werden konnten. Die Angaben zum Berufseinstieg (z.B. Dauer der Jobsuche, Einstiegsgehalt) wurden bislang nicht ins Ranking integriert, das sie in erster Linie von regionalen Arbeitsmarkt- und Wirtschaftsstrukturen beeinflusst werden und noch keine bewährten Methoden vorliegen, diese Effekte zu kontrollieren.

Für das Hochschulranking 2009 wurden Befragungen in Mathematik und Informatik durchgeführt. Aufgrund der geringen Beteiligung von Fachbereichen konnten die Ergebnisse letztlich nur für die Informatik in das Ranking einbezogen werden. Für das Ranking der Ingenieurwissenschaften im Jahr 2010 wurde in den Fächern Bauingenieurwesen, Maschinenbau sowie Elektro- und Informationstechnik eine Befragung durchgeführt. Aufgrund der zu geringen Beteiligung konnte sie aber nicht im Ranking berücksichtigt werden; die beteiligten Hochschulen haben jedoch eine Auswertung ihrer eigenen Ergebnisse erhalten. Für das Hochschulranking 2011 hat das CHE wie bereits 2008 in der Betriebswirtschaftslehre eine Befragung durchgeführt, die auch für das Hochschulranking genutzt werden konnte. Der Versand der Anschreiben an die Absolventen der Jahrgänge 2007 bis 2009 erfolgte aus Datenschutzgründen durch die Hochschulen, entweder über die Hochschulen bzw. Fachbereiche selbst oder über zentrale Alumnistellen. Die Befragung war als Online-Befragung konzipiert; der Zugang zum Fragebogen erfolgt durch ein individuelles Passwort, so dass sich nur Absolventen der relevanten Jahrgänge der teilnehmenden Hochschulen beteiligen konnten.

In Kooperation mit der Deutschen Gesellschaft für Publizistik und Kommunikationswissenschaft (DGPuK) baut das CHE schrittweise einen Pool von Absolventenstudien auf, der künftig auch für das Hochschulranking genutzt werden soll. Bislang ist die Zahl der teilnehmenden Fachbereiche aber noch zu gering.

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