Die Internet-Community StudiVZ veröffentlicht ein eigenes HochschulRanking auf Basis der Angaben ihrer Mitglieder.
Ziel: Ziel ist es, die beste Universität herauszufinden und wissenswerte Hintergrundinformationen von Studierenden für Studierende, wie z.B. Attraktivität der Kommilitonen, bereitzustellen.
Methodisches Vorgehen: Die Nutzer der Community wurden eingeladen, sich an der Befragung zu beteiligen, die Auswertung erfolgte durch die Universität Marburg. Wie auch im CHE-HochschulRanking wurde nicht nur ein Kriterium abgefragt, sondern eine ganze Reihe verschiedener Aspekte betrachtet: 1) Ausstattung, 2) Studienbedingungen, 3) Praxisbezug, 4) Studienort. Neben einer aggregierten Gesamttabelle, in der die 30 besten „studiVZ Hochschulen" gekürt werden, werden die Ergebnisse nach Fächern getrennt betrachtet. Auch innerhalb der Fächer werden jeweils die besten 30 Hochschulen genannt, in einem zweiten Schritt dann die jeweils besten 30 je nach Kriterium. Ferner bietet StudiVZ eine fächerübergreifende Liste aller einbezogenen Hochschulen an. Zwischen Fachhochschulen und Universitäten wird nicht unterschieden, ausgewiesen wurden die Ergebnisse ab acht gewerteten Antworten. Insgesamt beteiligten sich 148.500 Nutzer der Community.
Ergebnisse: Auf Platz eins bis fünf kamen 2009 die Hochschulen: WHU Vallendar, FH Deggendorf, HS Aschaffenburg, EBS Oestrich – Winkel und die FH Bonn-Rhein-Sieg. Insgesamt wurden 25 Fächerkategorien gebildet, darunter auch Lehramt, Ingenieurwissenschaften, in die verschiedene Fächer einflossen.
Fazit: Im Ranking werden die vier aufgeführten Kriterien detailliert betrachtet und durch verschiedene Einzelitems beleuchtet. Es bietet Studierenden und Studieninteressierten gute Hintergrundinformationen zu der Situation in den Fächern und kann Entscheidungshilfen bei der Studienortwahl geben. Leider wurden eindeutige Rangplätze vergeben, so dass minimale Unterschiede im Mittelwert zu großen Platzierungsunterschieden führen. Unklar bleibt, ob Nutzer der Community mehrfach antworten konnten und ob gewährleistet ist, dass es sich um aktuell Studierende handelt oder vielleicht Absolventen. Die Macher der Studie weisen jedoch darauf hin, dass sie für die Umfrage trotz der hohen Beteiligungszahl keinen Anspruch auf Repräsentativität erheben.
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