Ziel: Das „QS-Topuniversities"-Ranking ist die Fortsetzung des ehemals gemeinsam mit dem Times Higher Education Supplement (THES) veröffentlichten „World Rankings". QS publiziert das Ranking seit weiter, nachdem sich THES die Trennung von QS bekannt gegeben hatte. Das Ranking bildet eine Gesamtliste der weltweiten Top Universitäten sowie auch Listen für 20 Fächer, die in vier übergeordnete Gruppen einsortiert sind. Damit folgt das QS Ranking dem Ansatz von U-Multirank. Neu ist auch der Ansatz, ein eigenes, personalisiertes Ranking zu ermöglichen, was bislang jedoch nur für die Ingenieurwissenschaftlichen Fächer umgesetzt ist. Methodisches Vorgehen: Die Gesamtrankings werden aus sechs Indikatoren errechnet, die mit unterschiedlichen Gewichten einfließen:
- Reputation bei Wissenschaftlern: Basierend auf einer weltweiten Befragung von Wissenschaftlern verschiedener Fächer wird die Reputation der Hochschulen ermittelt. Um eine größere Datenbasis zu erhalten, werden die Antworten aus den letzten drei Jahren kumuliert. Dieser Indikator wird mit 40% gewichtet.
- Reputation in Unternehmen: Auch für die parallele Befragung von Unternehmen werden die Angaben der Befragten aus drei Jahren zusammengefasst. Sie geben Auskunft über die Reputation von Universitäten in der Wirtschaft; der Indikator wird mit 10% gewichtet.
- (Betreuungsrelation): Die Relation von Studierenden zu Lehrenden wird mit 20% gewichtet.
- Zitationen je Wissenschaftler: Der mit 20% gewichtete Indikator basiert auf den Angaben der vergangenen fünf Jahre in der Datenbank Scopus.
- Internationales Personal: Internationale Studierende: beide Indikatoren gehen mit jeweils 5 % in den Gesamtwert ein.
Ergebnisse: „Top Five Universities": Plätze 1-5 werden besetzt von Cambridge (2010: Platz 2), Harvard (2010: Platz 1), Yale (2010: unverändert), UCL (2010: unverändert) und Massachusetts Institute of Technologie (2010: nicht unter den Top 5). Mit dem personalisierten Ranking ist es möglich, die Suche einzugrenzen, in dem verschiedene Auswahlparameter gewählt werden können: Region, Land, Art des Studiums (Vollzeit, Teilzeit…), außerdem können die Gewichtungen der sechs Kriterien selbstständig geändert werden. Interessant ist, dass die Universität Heidelberg bei der Auswahl „Mechanical Engineering" aufgeführt wird, obwohl es nicht möglich ist, dort Maschinenbau zu studieren.
Fazit: Die Methodik insbesondere der Reputationserhebungen sind methodisch weitgehend intransparent. Es gibt nahezu keine Hinweise über die regionale und fachliche Struktur der Stichprobe, obwohl die Reputation von Hochschulen sehr stark fachlich und regional geprägt ist. Starke jährliche Schwankungen in der Reputation dürften weitgehend statistische Artefakte sein und überwiegend auf die verschwindend geringe Beteiligung zurückzuführen sein. An der Validität der anderen Indikatoren bestehen erhebliche Zweifel. Auf diese Weise aggregierte internationale Rankings haben eine geringe Aussagekraft, da letztlich keine Aussage darüber getroffen werden kann was wirklich gemessen worden ist.
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