Ziel: Das Ranking des Center of Science and Technology Studies (CWTS) der Universität Leiden, des weltweit führenden Kompetenzzentrum auf dem Gebiet der Bibliometrie, basiert ausschließlich auf bibliometrischen Angaben und bezieht die 500 größten Universitäten weltweit ein. Methodisches Vorgehen: Es werden insgesamt jeweils für Europa und weltweit fünf verschiedene Rankings gebildet.
- Nach der absoluten Zahl der Publikationen, d.h. größenabhängig
- Größenunabhängig anhand der fachbezogen normalisierten Zitationsraten, die den Impact der Publikationen messen sollen und vom CWTS daher als „crown indicator" bezeichnet werden
- „Alternative Crown Indicator": Wie der Crown Indicator: Größenunabhängig anhand der fachbezogen normalisierten Zitationsraten
- Größenabhängiger Indikator bei fachbezogener Normierung (Multiplikation von erster und zweiter Liste) sowie
- Anhand der nicht fachlich normalisierten Zitationen pro Publikation
Abgebildet werden die Top 250 Universitäten. Für die Europa-Ranglisten werden die dem CWTS vorliegenden Daten von 2004 bis 2009 genutzt, für die weltweiten Ranglisten die Daten von 2004 bis 2009. Berücksichtigt wurden alle Universitäten mit mehr als 400 im Web of Science gelisteten Publikationen. Ergebnis: Weltweit liegen in der wichtigsten Rangliste des CWTS, der „field-normalised citation rate" (Crown Indicator) auf den ersten 23 Plätzen US-amerikanische Hochschulen, auf Platz 24 folgt mit der ETH Zürich die erste europäische Universität. Erste deutsche Universität ist die Universität Heidelberg auf Platz 61. 2009 lag die TU München mit Platz 57 vorne, sie wird jetzt jedoch nicht mehr unter den Top 100 geführt. Fazit: Ein weiteres, rein bibliometrisches Ranking, das auf einer sehr großen Datenbasis fußt und von den vorliegenden bibliometrischen Rankings über die elaborierteste Methodik verfügt. Durch die „field-normalised citation rate" wird der Bias bibliometrischer Rankings zuungunsten der Geistes- und Sozialwissenschaften etwas abgemildert; die grundsätzliche Problematik der Messung des Publikationsgeschehens dieser Fächer auf der Basis von auf Zeitschriftenaufsätzen basierenden Datenbanken bleibt jedoch bestehen.
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