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the multidimensional ranking of higher education institutions
 
HEEACT – Performance Ranking of Scientific Papers for World Universities
Ziel:
Seit 2007 rankt der taiwanesische Higher Education Evaluation & Accreditation Council of Taiwan (HEEACT) wissenschaftliche Veröffentlichungen von 500 Top Universitäten.
 
Methodisches Vorgehen:
Datenbasis sind die Angaben im Science Citation Index (SCI) und Social Sciences Citation Index (SSCI).
Acht Indikatoren werden zu drei unterschiedlich gewichteten Kriterien zusammengefasst: Die Anzahl der Artikel der 11 Jahre von 1999 – 2009, sowie die Anzahl der Artikel des laufenden Jahres 2009 fließen in das Kriterium „Forschungsproduktivität" ein und machen 20% des Gesamtergebnisses aus. Die Anzahl der Zitationenzwischen 1999 – 2009, die Anzahl der Zitationen der Jahre 2008 – 2009 und die durchschnittliche Anzahl von Zitationen binnen der Jahre 99-09 bilden das Kriterium „Bedeutung der Forschung" (30%). Das dritte Kriterium, „Forschungsexzellenz", wird aus dem H-Index der Jahre 2008/2009 (20%), der Anzahl Highly Cited Papers 1999-2009 (15%) und der Anzahl von Artikeln in High-Impact Journals 2009 (15%) gebildet und macht zusammengenommen 50% des Gesamtergebnisses aus. Die durchschnittliche Anzahl an Zitationen und der H-Index werden anhand der Anzahl des Personals berechnet, so dass die Größe der Fakultäten mit in die Berechnung einbezogen wird.
Seit 2008 wird neben der Gesamtliste auch ein fächergruppenbezogenes Ranking erstellt, unterschieden wird in sechs Felder: Agrar- und Umweltwissenschaften, Medizin, Ingenieurwissenschaften, Lebenswissenschaften, Naturwissenschaften und Sozialwissenschaften. Bei den Fächergruppen werden die weltweit besten 300 Universitäten aufgeführt.

2010 wurde ergänzend ein Ranking nach Fach für die Fächergruppen Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften eingeführt. Unterschieden wird darin nach:
  • Physik, Chemie, Mathematik, Geowissenschaften
  • Elektroingenieurwesen, Informatik, Maschinenbau, Chemieingenieurwesen, Materialwissenschaften, Bauingenieurwesen

Ergebnisse:

2010 wird, wie auch in den Vorjahren die Gesamtliste der führenden Universitäten Platz 1 von der Harvard University belegt, gefolgt von der Stanford University (2009 Platz 3), John Hopkins University (2009 Platz 2), University of Washington – Seattle (2009 Platz 4) und der University of California – Los Angeles (2009 Platz 5). Dabei erlangt die Harvard University im Gesamtergebnis mit 96,28 Punkten noch einmal ein etwas besseres Ergebnis als 2009 ( 96,14 Punkte), die Stanford University kommt auf insgesamt 50,29 Punkte. Erste deutsche Universität ist die LMU auf Platz 44 (2009 noch 42) mit einem Endergebnis von 26,92 Punkten (2009 27,12 Punkte).
Werden die Fächergruppen betrachtet findet sich in den Agrarwissenschaften die University of California an der Spitze, beste deutsche Universität ist die Universität Göttingen auf Platz 67. In der Medizin führt erneut Harvard die Liste an, die Universität Heidelberg konnte sich auf Platz 38 verbessern (2009 auf Platz 41). Bei den Ingenieurwissenschaften wird das MIT am positivsten bewertet, beste deutsche Universität ist im Vergleich zu 2009 (da noch Platz 84) abgeschlagen die TU München mit dem Platz 109. In den Life Sciences führt erneut Harvard, die LMU München hat den 46 Rang erreicht und Heidelberg ist deutlich aufgestiegen, vom Platz 73 in 2009 auf Platz 55 in 2010. Die University of California – Berkeley führt auch 2010 bei den Naturwissenschaften, den höchsten Platz in Deutschland erreichte die LMU München: Platz 51, keine Veränderung zum Vorjahr. Auch in den Sozialwissenschaften führt Harvard deutlich, die erste deutsche Hochschule ist die LMU auf Platz 172.

Eine Betrachtung der Fächer offenbart eine ähnliche Konstellation, wie bereits bei den Fächergruppen, allerdings finden sich auch noch „neue" Hochschulnamen in der deutlich ausdifferenzierteren Liste:
  • Physik: 1. Platz University of California-Berkeley, erste deutsche Universität LMU München, Platz 47.
  • Chemie: 1. Platz University of California-Berkeley, erste deutsche Universität LMU München, Platz 39.
  • Mathematik: 1. Platz Stanford University, erste deutsche Universität LMU München, Platz 73.
  • Geowissenschaften: 1.Platz University of Colorado- Boulder, erste deutsche Universität Universität Bremen, Platz 31.
  • Elektrotechnik: 1.Platz MIT, erste deutsche Universität TU Berlin, Platz 82.
  • Informatik: 1. Platz MIT, erste deutsche Universität TU München, Platz 82.
  • Maschinenbau: 1. Platz MIT, erste deutsche Universität Universität Darmstadt, Platz 65. 
  • Chemieingenieurwesen: 1. Platz Kyoto University, erste deutsche Universität Universität Bayreuth, Platz 66.
  • Materialwissenschaften: 1. Platz MIT, erste deutsche Universität LMU München, Platz 63.
  • Bauingenieurwesen: 1. Platz University of California-Berkeley, erste deutsche Universität Universität Karlsruhe, Platz 93.

Fazit:

Das seit 2007 existierende Ranking hat einen interessanten Fokus, in dem es sich auf die Analyse der wissenschaftlichen Publikationen konzentriert. Dafür werden eine Reihe relevanter Indikatoren herangezogen. Nichtsdestotrotz zeigt sich hier erneut der Standortvorteil englischsprachiger Universitäten, was vor allem in den Sozialwissenschaften deutlich wird. In diesem Zusammenhang weist HEEACT auch darauf hin, dass der Fächerbereich Humanities und Arts unterrepräsentiert ist und nicht abgebildet werden kann, da in diesem Bereich oftmals in der Landessprache publiziert wird. Das Ranking ist erneut für das interessierte und eingeweihte Fachpublikum von Interesse und bringt einen weiteren, wenngleich auch nur sehr begrenzten Aspekt in die Diskussion um „Weltklasse Universitäten" ein. Die 2009 erfolgte Einführung von Fächergruppen differenziert das Gesamtergebnis, was positiv zu bewerten ist, da es einen tieferen Einblick die tatsächliche Profilierung der Universität erlaubt. Mit der Aufnahme einzelner Fächer in das Ranking von 2010 wurde dieser Differenzierungsansatz konsequent weiter fortgeführt.

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