Ziel:Zum fünften Mal präsentierte die DFG 2009 ihr Förderranking. Damit informiert sie über die Beteiligungen deutscher Wissenschaftseinrichtungen an den Förderprogrammen der DFG wie auch weiterer nationaler und internationaler Forschungsförderinstitutionen. Insgesamt decken die verwendeten drittmittelbasierten Kennzahlen nach eigenen Angaben zusammen genommen knapp 90 Prozent der von öffentlichen Stellen für Forschung in Form von Drittmitteln gewährten Förderung ab. Ein wesentliches Ziel des Rankings ist es, die sich aus drittmittelgeförderten Forschungsvorhaben ableitenden fachlichen Schwerpunktsetzungen von Forschungseinrichtungen auszuweisen. Methodisches Vorgehen:Die Daten werden je nach Rangliste unterschiedlich zusammengesetzt. So fließen Daten aus DFG Bewilligungen zwischen 1996 und 2007 ein, aber auch direkte FuE – Projektförderungen des Bundes zwischen 2005 und 2007, sowie deutsche Beteiligungen am EU-Forschungsrahmenprogramm ab 2002. Die von der DFG ausgewiesenen Ranglisten der 40 Hochschulen mit dem höchsten DFG-Bewilligungsvolumen 2005-2007 im Zeitvergleich werden durch eine Reihe von Unterdifferenzierungen detailliert betrachtet. Neben der Gesamtübersicht gibt es zudem eine Aufschlüsselung nach Förderprogrammen, die Verteilung der Mittel nach Fachgebiet und eine Ausweisung nach Wissenschaftsbereichen (inkl. der 3. Förderlinie der Exzellenzinitiative, die gesondert ausgewiesen wird). Aufbauend auf diesen Gesamtübersichten wird auch in vier Wissenschaftsbereichen eine fachbezogene Detailanalyse zusammengestellt. Für die Detailanalyse werden zudem Angaben zur Personenförderung durch den ERC, AvH und DAAD gesondert ausgewiesen. Differenziert wird in die Bereiche: Geistes- und Sozialwissenschaften, Lebenswissenschaften, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften. Ergebnisse:Die höchsten DFG-Bewilligungen erzielten in den letzten Jahren die RWTH Aachen und die LMU München. Bei der Fächerdifferenzierten Betrachtung des Bewilligungsvolumens erreichen die FU Berlin, die HU Berlin und die Universität Münster die ersten drei Platzierungen innerhalb des Bereichs Geistes- und Sozialwissenschaften. Innerhalb der Lebenswissenschaften liegen die LMU München, Universität Heidelberg und Universität Freiburg auf den ersten drei Plätzen. Die Rangliste innerhalb der Naturwissenschaften wird von der LMU München, Universität Bonn und Universität Hamburg angeführt. Die DFG-Bewilligungen innerhalb der Ingenieurwissenschaften lagen 2005-2007 an der RWTH Aachen, der TU Darmstadt und in Karlsruhe am höchsten. Fazit:Wie auch bei den rein auf Bibliometrischen Analysen zurückgreifenden Rankings wird hier nur ein kleiner Ausschnitt des tatsächlichen Leistungsgeschehens der Hochschulen berücksichtigt. Es ist auf die Forschung konzentriert, bildet dort mit den Drittmitteln verschiedener Förderer aber nur einen – inputorientierten – Ausschnitt ab. Sicherlich ein Ranking, dass für die Forschungsgemeinschaft von großem Interesse ist, jedoch für die meisten anderen Zielgruppen, wie Studierende oder die breitere Öffentlichkeit wenig Information bereit hält. Zu den Ergebnissen...
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