Ziel: Gekürt wurden Deutschlands „beste" Universitäten in den Fächern Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik, Volkswirtschaftslehre, Informatik, Maschinenbau und Elektrotechnik.
Methodisches Vorgehen: Für das Ranking wurden „etwa 6800" Personalverantworliche aller Branchen befragt: 516 Personen beantworteten den Fragebogen. Zwei Drittel von ihnen arbeiten bei Konzernen mit mehr als 1.000 Mitarbeitern. Die Personaler beurteilten auch die neuen Abschlüsse Bachelor und Master, relevante Qualifikationen und die Jobaussichten der kommenden Jahre. Die Wirtschafts-Woche erstellt das Ranking in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsunternehmen Universum Communications und dem Recruiting-Dienstleister Access. Abgebildet werden, je nach Fach, die Besten 10 bis 15 Hochschulen.
Ergebnis: Die RWTH Aachen wurde 2011 von den Personalchefs zur besten Hochschule Deutschlands gewählt, gefolgt von der TU Darmstadt. Wie schon im Vorjahr belegt Aachen als einzige deutsche Hochschule in vier Kategorien den ersten Platz: Elektrotechnik: 1. Platz RWTH Aachen Naturwissenschaften: 1. Platz RWTHA Aachen Wirtschaftsingenieurwesen: 1. Platz RWTH Aachen Maschinenbau: 1. Platz RWTH Aachen. Informatik: 1. Platz KIT BWL: 1. Platz Universität Mannheim VWL: 1. Platz Universität Mannheim Neben den Einschätzungen der Hochschulen wird auch gefragt, welche Faktoren bei der Einstellung relevant sind. Genannt wird hier vor allem die Persönlichkeit der Bewerber, die von 87 Prozent der Befragten genannt wird. Auch die Einschätzung von Bachelorabsolventen wurde abgefragt: 66 Prozent der Befragten bemängeln die fehlende praktische Erfahrung von Bachelorabsolventen, zu jung und unreif sind sie nach Angaben von 47 Prozent und 41 Prozent geben an, Bachelorabsolventen hätten zu wenig Fachwissen.
Fazit: Die Methodik wird nur sehr kurz angerissen. Das Magazin liefert keine Informationen zum Fragebogen, zu verwendeten Skalen oder der Art und Weise der Anschreiben. Auch wird keine Erläuterung gegeben, wie es zur Bildung der Rangplätze kam. Da sich die meisten hier verwendeten Informationen/Daten auf Angaben von Umfrageteilnehmern größerer Unternehmen beziehen, bleiben kleinere Unternehmen nahezu unberücksichtigt. Demgegenüber arbeitet der Großteil der Hochschulabsolventen in klein- oder mittelständischen Unternehmen, die aber kaum in die Befragung einbezogen waren. Insofern ist die Aussagekraft der Befragung und des Rankings eingeschränkt. Regionale Bezüge und Kontakte, wie sie vor allem bei Fachhochschulen oftmals stark ausgeprägt sind, schlagen daher in diesem Ranking praktisch nicht ins Gewicht und können nicht berücksichtigt werden. Zudem ist der Rücklauf mit einer Quote von deutlich unter 10% der angeschrieben sehr gering. |