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Thematische Einführung: Studienbeiträge

Einige Bundesländer haben in den letzten Jahren die Einführung von Studienbeiträgen beschlossen und entsprechende Gesetze verabschiedet: Als erstes wurden allgemeine Studienbeiträge in NRW und Niedersachsen erhoben. Dort zahlen die Studienanfänger seit dem Wintersemester 2006/2007; seit dem Sommersemester 2007 werden Studienbeiträge für alle Studierenden erhoben. In Baden-Württemberg, Bayern und Hamburg gilt seit dem Sommersemester 2007 eine allgemeine Beitragspflicht (Hamburg hat sein Modell 2008 aber grundlegend neu gestaltet und auf nachlaufende Zahlungen umgestellt). Hessen und das Saarland haben allgemeine Studienbeiträge zu Beginn des WS 2007/2008 eingeführt; Hessen hat allerdings aufgrund veränderter Mehrheiten im Landtag die allgemeinen Studienbeiträge zum WS 2008/2009 wieder abgeschafft. Das CHE hat einen Vergleich der Länderregelungen vorgelegt, der die getroffenen länderspezifischen Regelungen detailliert bewertet (siehe unten).

Auch wenn die landesspezifischen Regelungen sich in einigen Aspekten unterscheiden, in einem Punkt stimmen sie überein: In allen Bundesländern, die Studienbeiträge erheben, wurden gleichzeitig auch Darlehenssysteme zur Finanzierung der Gebühren sowie Regelungen zur Befreiung von Gebühren umgesetzt. Damit ist der wesentlichste Punkt zur Sicherung der Sozialverträglichkeit bzw. zur Verhinderung einer abschreckenden Wirkung gesichert.

Um Transparenz und Orientierung auf dem in diesem Zusammenhang entstehenden Markt für Studienkredite zu schaffen, untersucht das CHE jährlich alle bekannten Anbieter von Studienkrediten, -fonds und -darlehen. (siehe www.CHE-Studienkredit-Test.de).


CHE-Position zu Studienbeiträgen

Das CHE hat bei der Gebührendiskussion stets folgende Grundhaltung eingenommen: Studienbeiträge bergen große Chancen. Sie können genutzt werden, um die Unterfinanzierung der Hochschulen zu mindern, die Qualität der Lehre zu steigern, das Angebot an Studienplätzen auszubauen und den Wettbewerb um zahlende Nachfrager zu steigern. Zudem bieten sie Anreize für eine bewusstere Reflexion der Entscheidungen bezüglich der Studiendauer und des Studienortes sowie der Wahl des Studienfachs.

Sie sind aber auch gefährlich: Wenn sie untere Einkommensschichten vom Studium abschrecken, sind sie sozial ungerecht. Wenn ihre Verwaltung teuer ist, bleibt zu wenig Geld für die Lehre übrig. Das CHE hat Modelle zur Nutzung der Chancen und Begrenzung der Risiken entwickelt. Die Länderregelungen gehen weitgehend in diese Richtung.

Über den Erfolg der Umsetzung von Studienbeiträgen wird nun  - auch wenn an einigen Stellen Optimierungspotenzial hinsichtlich der rechtlichen Rahmenbedingungen besteht - in einzelnen Hochschulen entschieden. Es kommt darauf an, dass die Mittel schnell und spürbar zu positiven Veränderungen im Studium führen. Damit stehen die Hochschulen vor einer komplexen Aufgabe. Das CHE hat zu ihrer Bewältigung eine "CHEckliste Studienbeiträge" vorgelegt.


Zentrale Publikationen

CHEckliste Studienbeiträge
Die CHEckliste stellt einen umfassenden Fragenkatalog in zehn Dimensionen vor. Die Hochschulen können die enthaltenen Fragen nach Maßgabe der eigenen Ziele priorisieren und strukturiert abarbeiten.
Summary
Publikation

Stellungnahme zum Verwaltungskosten-Beitrag in Mecklenburg-Vorpommern (Stand: 2008)
Publikation

Studiengebühren als Option für autonome Hochschulen
Das Papier entwickelt und begründet einen Vorschlag für Eckpunkte einer Modellgestaltung, in dem Hochschulen im Rahmen staatlicher Vorgaben über die Einführung entscheiden (Stand: 2001).
Publikation

Umverteilung von unten nach oben durch gebührenfreie Hochschulausbildung
Das Arbeitspapier analysiert Verteilungseffekte durch gebührenfreies Studium und argumentiert, dass im Längsschnitt eine Umverteilung von unten nach oben stattfindet, die ungerecht ist (Stand: 2000).
Publikation


Zentrale Projekte

CHE-Studienkredit-Test
Das CHE untersucht jährlich die verfügbaren Studienkredite und leitet Tipps und Hinweise für Studierende ab.
Zum Projekt
Download

CHE-Forum: Interne Umsetzung von Studiengebühren
Das Forum ermöglichte den Austausch über gute Ideen und Fallstricke bei der Einführung von Studiengebühren.
 News & Download Impulsvorträge

CHE-Ländervergleich Studiengebührenregelungen
Das CHE hat sieben Länderregelungen zur Einführung von Studiengebühren untersucht (Stand: 2006).
Zum Projekt
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Studiengebühren in Großbritannien und Deutschland - Gestaltungsfragen und politische Implikationen
Auf einem Symposium der Britischen Botschaft und des CHE haben Praxisberichte aus Großbritannien gezeigt, wie Studiengebührenmodelle funktionieren können (Stand: 2005).
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Bildungsfinanzierung - InvestiF und GefoS
Integration des Studienbeitragsmodells in einen Kontext der Gesamtreform der Studienfinanzierung, also inkl. BAföG-Reform. (Stand: 1999)
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Studienbeitragsmodell
Erster Entwurf für ein Studiengebührenmodell für Deutschland basierend auf den Grundideen des australischen Modells (Stand: 1998).
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Links in die Themenlandkarte des CHE
Weitere Informationen zu Arbeiten des CHE zum Thema Studiengebühren finden Sie über die Themenlandkarte:

Links
Fakten zum viel diskutierten australischen Modell (Higher Education Contribution Scheme):
Link

Brennpunkt Studienbeiträge der Hochschulrektorenkonferenz (HRK):
Link
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Ansprechpartner
Frank Ziegele
Details Frank Ziegele
Telefon: (05241) 9761-24
Fax: (05241) 9761-40
E-Mail: Frank.Ziegele@
che-concept.de
 
Sekretariat:
Details Alexandra Tegethoff
Telefon: (05241) 9761-22

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