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News vom 28.03.2008

Wie gut fördern Hochschulen die Beschäftigungsbefähigung Ihrer Studenten?

Bachelorstudiengänge an deutschen Hochschulen fördern in sehr unterschiedlicher Weise berufsqualifizierende Kompetenzen und Fähigkeiten, die über das reine Fach-know-how hinaus gehen. Während einige Hochschulen vorbildliche Maßnahmen etabliert haben, um die Studierenden umfassend auf den Arbeitsmarkt vorzubereiten, haben eine Reihe von Hochschulen diesen Aspekt bei der Umstellung auf Bachelor-und Masterstudiengänge so gut wie gar nicht berücksichtigt und setzen nach wie vor nahezu ausschließlich auf die Vermittlung von Fachkompetenz.

Insgesamt haben Fachhochschulen hinsichtlich der Förderung der Beschäftigungsbefähigung ihrer Studenten nach wie vor die Nase vorn. Mit den Studiengängen „Wirtschaftsinformatik“ der Universität Münster und „Maschinenbau“ der Universität Siegen haben dieses Jahr auch Bachelor-Studiengänge an Universitäten die Höchstwertung von fünf Sternen erhalten. Zu diesem Ergebnis kommt die Neuauflage des „Employability“-Ratings von CHE und dem Arbeitskreis Personalmarketing (dapm), das die Förderung der Beschäftigungsbefähigung („employability“) in nahezu 550 Bachelor-Studiengängen an Hochschulen und erstmals auch Berufsakademien bewertet. Erfreulicherwiese konnten in diesem Jahr bei der BWL 22% der einbezogenen Studiengänge Universitäten zugeordnet werden (Vorjahr 10%), bei den Technik-Studiengängen stieg dieser Anteil von 21 auf 27%. Neben Studiengängen wie Betriebswirtschaft, Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Wirtschaftsinformatik und – ingenieurwesen wurden erstmalig auch Informatikstudiengänge bewertet.

Im Zentrum der Studie steht die Frage, inwieweit Hochschulen über die Vermittlung der Fachkompetenz hinaus berufsqualifizierende Elemente, wie beispielsweise die Vermittlung von Sozial- und Methodenkompetenz oder die Förderung von Internationalität und Praxisbezug systematisch in ihre Curricula integrieren.
Die Fachkompetenz bildet nach wie vor den Kern der Studiengänge. Hier haben die Hochschulen lange Erfahrung und war daher auch nicht Gegenstand dieses Ratings.
Mit der Bewertung der darüber hinausgehenden berufsqualifizierenden Kompetenzen, betreten die Hochschulen in vielen Fällen jedoch Neuland. Mit der Bewertung dieser Faktoren liefert das Rating einen wesentlichen Mehrwert in Hinblick auf das gesamte Leistungsspektrum der Hochschulen, das bislang viel zu wenig Beachtung fand. Angehenden Studenten, den Unternehmen als auch den Hochschulen wird somit eine umfassende Studiengangsbewertung ermöglicht.

In der vergleichenden Bewertung konnten die Studiengänge bis zu fünf Sterne erreichen. 31 Studiengänge erreichten die Höchstbewertung, darunter 13 BWL-Studiengänge: Mit jeweils vier Studiengängen sind die Hochschule Ulm und die International School of Management Dortmund in der Spitzengruppe vertreten. Jeweils dreimal die Höchstwertung erzielten die Hochschulen Reutlingen und Albstadt-Sigmaringen. Detlef Müller-Böling, Leiter des CHE, sagte zu den Ergebnissen: „Wir haben eine erfreuliche Zunahme von Studiengängen, die eines der in Europa vereinbarten Ziele vorbildlich erfüllen, nämlich die Förderung der Beschäftigungsbefähigung in die Curricula einzubauen.“

Der Arbeitskreis Personalmarketing (dapm) ist ein Zusammenschluss von Personalmarketingverantwortlichen von 43 großen Unternehmen in Deutschland. Vertreten sind unter anderen Audi, BMW, HypoVereinsbank, Deutsche Bahn AG, Deutsche Bank oder SAP. Das gemeinnützige Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) setzt sich für Reformen im Hochschulsystem ein. Es stellt unterschiedliche Rankings und Ratings kostenfrei zur Verfügung, um mehr Transparenz über die Leistungen von Hochschulen zu ermöglichen.


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Profilschärfung CHE Ranking
Fragen und Antworten zur Profilschärfung des CHE Rankings (pdf)

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Gero Federkeilmehr
Telefon: 05241 9761-30
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E-Mail: Gero.Federkeil@che.de
 
Assistenz:
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