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Interview vom 07.03.2008

"Man muss genau hinsehen, was Rankings messen"

Dr. Sonja Berghoff, Projektleiterin vom CHE-Forschungsranking, im Gespräch mit Dorit Amelang zum Forschungsstandort Deutschland. Wo liegen seine Stärken, wo seine Besonderheiten. Das CHE-ForschungsRanking und das ExcellenceRanking zeigen universitäre Forschungsstärken in Deutschland und Europa auf.

Amelang: In internationalen Rankings kommen deutsche Hochschulen nicht auf die besten Plätze. Wieso?

Berghoff: Man muss genau hinsehen, was die Rankings messen. Einen Grund sehe ich darin, dass Naturwissenschaften durch die Erhebungsmethodik bevorzugt werden. Deutsche Universitäten sind aber bei den Fächern traditionell sehr breit aufgestellt. Für das Schanghai-Ranking wurde die Anzahl der Publikationen in internationalen Zeitschriften ermittelt. Deutsche Publikationen erreichen deshalb keine hohen Werte. Ein weiterer Grund ist, dass nur die universitäre Forschung ewertet wird. Die in Deutschland starken Leistungen außeruniversitärer Forschungseinrichtungen werden nicht berücksichtigt.

Amelang: Ende 2007 hat das CHE ein erstes Ranking der 4000 Universitäten in Europa veröffentlicht. Wie schneiden die deutschen Hochschulen ab, was wurde gemessen?

Berghoff: Die deutschen Hochschulen schneiden hier sehr gut ab, sie müssen den internationalen Vergleich nicht scheuen. Wir sind erst am Anfang und betrachten es nicht nur als Ranking, sondernauch als Information für Universitäten und Studierende. Sie können hier sehen, wer wo auf welchem Gebiet in Europa forscht. Wir haben uns zunächst auf Naturwissenschaften konzentriert und dazu die Publikationen analysiert, viel zitierte Forscher gesucht und das Engagement in europäischen Netzwerken bewertet. Wir werden jetzt versuchen, das Ranking auf weitere FÄcher auszudehnen.

Amelang: Sie haben mit dem CHE-Hochschulranking auch die deutschen Hochschulen bewertet. Wer schneidet am besten ab?

Berghoff: Einzelne kann ich leider nicht nennen. Nur so viel: Wir haben eine hohe Korrelationzwischenunserem Ranking, der Exzellenzinitiative und dem DFG-Förderrankingfestgestellt. Spitze sind meist dieselben.

Das Interview ist veröffentlicht von der Zeitschrift"Deutschland", die im Societäts-Verlag, Frankfurt a.M. in Zusammenarbeit mit dem Auswärtigen Amt erscheint. Ausgabe 1|2008, Feb./März.


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Ansprechpartnerin
Sonja Berghoff
Sonja Berghoffmehr
Telefon: 05241 9761-29
Fax: 05241 9761-40
E-Mail: sonja.berghoff@che.de
 
Assistenz:
Vanessa Henrichsmehr
Telefon: 05241 9761-39

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