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News vom 11.03.2005

Reputation von Universitäten: Professoren und Unternehmer urteilen ähnlich

Bei Personalchefs deutscher Unternehmen und Professoren deutscher Hochschulen stehen weitestgehend dieselben Universitäten hoch im Kurs. Zu diesem Schluss kommt ein Vergleich der Ergebnisse des jährlich erscheinenden CHE-HochschulRankings mit der von der Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ veröffentlichten Befragung unter Unternehmern.

Jedes Jahr befragt die Zeitschrift „Wirtschaftswoche“ Personaler danach, welche Universitäten bei ihnen das höchste Renommee besitzen, bzw. von welchen Hochschulen die besten Absolventen kommen. Gemeinsam mit dem Kölner Personaldienstleister access wurden für das gerade erschiene Ranking 800 Personal- und Recrutingsverantwortliche in 600 Unternehmen nach ihren Favoriten befragt.

Die Reputation von Fachbereichen wird auch vom CHE jedes Jahr im Rahmen des CHE-HochschulRankings erhoben. Allerdings werden nicht Unternehmer, sondern Professoren danach befragt, welche fünf Hochschule sie ihren eigenen Kindern für das Studium empfehlen würden, wenn ausschließlich die Qualität der Ausbildung ausschlaggebend wäre.

Der gute Ruf eines Faches an einer Universität scheint sich dabei nicht nur unter den Professoren sondern in ganz ähnlicherweise auch bei Unternehmern wiederzuspiegeln:
In beiden Umfragen liegt die Universität Mannheim in den Wirtschaftswissenschaften mit in der Spitzengruppe. Bei den ingenieurwissenschaftlichen Fächern rangiert die RWTH Aachen ganz oben. Die Ludwig-Maximilian Universität München wiederum genießt in Jura sowohl unter der Professorenschaft des Faches als auch bei den Unternehmern einen sehr guten Ruf. In Informatik gehört die TU München jeweils zu der Gruppe der meist genannten.

Neue Erkenntnisse bringen solche Befragungen von Arbeitgebern also nicht. Die Ergebnisse der Professorenbefragung des CHE zeigen, dass der Ruf von Fakultäten im Zeitvergleich relativ stabil ist. Eine Erfahrung, die jetzt auch die Wirtschaftswoche bei ihrer Befragung machte. Die differenzierten Ergebnisse des CHE-HochschulRankings, die auf mehreren Datenquellen basieren, belegen allerdings, dass der Ruf einer Fakultät nicht zwingend mit ihren faktischen Leistungen in Forschung und Lehre übereinstimmen muss. Es gibt Fakultäten, die nach wie vor von Leistungen in der Vergangenheit zehren; umgekehrt gibt es aber auch Fakultäten, deren Leistungen in der Professorenschaft noch nicht anerkannt werden. Insofern sagt eine solche Umfrage unter Unternehmern, wie auch unter Professoren lediglich etwas über die Reputation aus und gibt keine Auskunft über die tatsächliche Leistungsfähigkeit der Hochschulen. Die „besten Hochschulen“, wie die Wirtschaftswoche proklamiert, kann man allein auf der Basis einer Reputationsbefragung allerdings nicht identifizieren. Hierzu bedarf es doch etwas differenzierterer Untersuchungen.


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