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Pressemitteilung vom 17.11.2015

U-Multirank mit neuem "Readymade"-Ranking: Ältere Universitäten besser in der Forschungsleistung

Ältere Universitäten schneiden in Rankings bei den Forschungsindikatoren häufig besser ab als jüngere. Das Alter einer Universität macht also durchaus einen Unterschied, wenn es um Forschungsleistung geht, aber einige neuere Universitäten auf der ganzen Welt nehmen es mit den traditionellen Institutionen auf. Dies zeigt das neue „Readymade“-Ranking von U-Multirank, in der die Forschungsleistung in Bezug zum Alter der Universität gesetzt wird.

Grundlage für das neue Readymade zu U-Multirank war das Gründungsjahr der Universitäten. Über 1.200 Universitäten wurden in vier Altersklassen unterteilt: vor 1870; zwischen 1870 und 1945; zwischen 1945 und 1980; und nach 1980 gegründete. Gezählt wurden die Spitzenplätze (Top „A“ Bewertungen) für forschungsbezogene Indikatoren.

Die Ergebnisse zeigen: Je älter die Gruppe ist, umso mehr punkten ihre Universitäten bei den Indikatoren zur Forschungsleistung mit Spitzenplatzierungen. So zeigt sich etwa bei der Zitationsrate - ein Maß dafür, wie einflussreich die akademische Forschung ist, dass 38 Prozent der vor 1870 gegründeten Universitäten in der Spitzengruppe („A“) liegen, während nur eine von zehn jungen Universitäten, die nach 1980 gegründet wurden, dies erreicht haben. Die beiden anderen Gruppen bestätigen diese Tendenz mit 22 Prozent Spitzenplätze für die 1870-1945-Gruppe und 14 Prozent bei den Universitäten mit dem Gründungsjahr zwischen 1945 bis 1980.

Doch auch unter den jungen Universitäten zeigt die Auswertung Glanzlichter, welche die traditionsreichen Universitäten wie etwa Oxford und Harvard mit ihren Spitzenplatzierungen herausfordern. In der Gruppe der zwischen 1970 und 1945 geründeten Hochschulen ragen z.B. die Rockefeller Universität und Telekom ParisTech heraus. Die Technische Universität Eindhoven und das Moscow Institute of Physics and Technology sind Beispiele aus der Gruppe der zwischen 1945 und 1980 gegründeten Hochschulen. In der Gruppe der ab 1980 gegründeten liegt die Universität Luxemburg bei den internationalen Co-Publikationen vor dem Massachusetts Institute of Technology (MIT).

Frans van Vught, einer der Projektleiter bei U-Multirank, erläutert mögliche Hintergründe für die gefundenen Ergebnisse: „Viele der Universitäten, die um 1945 gegründet wurden, sind nicht mit dem Ziel angetreten, internationale Zentren der Spitzenforschung zu werden. Stattdessen sollten mehr Menschen die Möglichkeit zu einem Hochschulstudium bekommen. Mit den Neugründungen sollte auch das lokale und regionale Wirtschaftswachstum weiter angekurbelt werden.“

Prof. Dr. Frank Ziegele, ebenfalls Projektleiter von U-Multirank, fügte hinzu: "Das Alter selbst ist natürlich nicht der Grund für die starke Forschungsleistung. Die Frage ist, welche Faktoren mit dem Alter einhergehen, die diese Unterschiede in der Forschungsleistung erklären. U-Multirank eröffnet die Chance, diese Frage zu beantworten, indem es die Leistung transparent macht."


Über U-Multirank

U-Multirank wurde von einem internationalen Konsortium unter Federführung des CHE Centrum für Hochschulentwicklung in Gütersloh, dem Center for Higher Education Policy Studies (CHEPS) an der Universität Twente und des Centre for Science and Technology Studies (CWTS) der Universität Leiden, Niederlande, entwickelt. Das Konsortium wird von Frank Ziegele (CHE) und Frans van Vught (CHEPS) geleitet.

Mit einem multi-dimensionalen Ansatz vergleicht U-Multirank Hochschulen in mehr als 30 Indikatoren, in dem sie in fünf Ranggruppen einsortiert werden – von „A“ (sehr gut) bis „E“ (schwach). U-Multirank berechnet keine Rangliste mit einzelnen Rangplätzen. Stattdessen ermöglicht U-Multirank es den Nutzern der Webseite, sich interaktiv auf der Grundlage der persönlichen Präferenzen und Prioritäten hinsichtlich der Bewertungsmaßstäbe ein Bild der Stärken und Schwächen der Hochschulen zu generieren. Die U-Multirank Daten basieren auf einer Vielzahl an Datenquellen: auf Informationen, die von den Hochschulen geliefert wurden, auf bibliografischen Datenbanken, internationalen Patentdatenbanken sowie einer Befragung von mehr als 85.000 Studierenden der teilnehmenden Hochschulen.

Die dritte Ausgabe von U-Multirank wird im Frühjahr 2016 veröffentlicht werden. Hochschulen, die teilnehmen wollen, können sich auf der U-Multirank Webseite registrieren.

U-Multirank wird von der EU Kommission im Rahmen des ERASMUS+ Programms mit rund 4 Mio. Euro für den Zeitraum 2013 bis 2017 unterstützt. Danach soll eine unabhängige, nichtkommerzielle Einrichtung U-Multirank weiterführen, um dauerhaft einen freien Zugang zu internationalen Vergleichen zu gewährleisten.


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Ansprechpartner
Gero Federkeil
Gero Federkeilmehr
Telefon: 05241 9761-30
Fax: 05241 9761-40
E-Mail: Gero.Federkeil@che.de
 
Assistenz:
Tanja Ologemehr
Telefon: 05241 9761-58

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