CHE Ranking
     
CHE Hochschulranking
U-Multirank

Presse
Archiv
Logos
Pressemitteilungen

Ranking Qualitätssiegel

IREG

Pressemitteilung vom 30.03.2015

U-Multirank: Neue Ausgabe des größten globalen Hochschulrankings macht Vielfalt der Hochschulprofile sichtbar

Die zweite Ausgabe von U-Multirank, dem neuen globalen Hochschulranking ist jetzt veröffentlicht. Dieses neue Instrument zum internationalen Vergleich von Hochschulen bietet Informationen zu mehr als 1.200 Hochschulen aus 83 Ländern. Für diese Hochschulen umfasst U-Multirank Daten zu mehr als 1.800 Fakultäten und 7.500 Studiengängen in sieben verschiedenen Fächern. Mit 21.000 Einzeldaten auf Hochschulebene und 37.000 auf Fachebene ist U-Multirank das umfangreichste internationale Informationssystem im Hochschulbereich.

Aus Deutschland finden sich Daten zu 78 Hochschulen, Universitäten wie Fachhochschulen. 54 deutsche Hochschulen haben davon aktiv an den Befragungen teilgenommen und umfassende Daten zur Verfügung gestellt. Für 24 deutsche Hochschulen stehen ausschließlich Daten auf institutioneller Ebene zur Verfügung.

U-Multirank ist das erste internationale Hochschulranking, das der Diversität im Hochschulbereich gerecht wird. Die Nutzer können auf der interaktiven Webseite mehr als 30 Indikatoren aus den fünf Dimensionen Studium und Lehre, Forschung, Wissenstransfer, internationale Orientierung und regionales Engagement auswählen. Die untersuchten Fächer sind 2014 Physik, Maschinenbau, Elektro- und Informationstechnik und Betriebswirtschaft. Neu in 2015: Informatik, Medizin, Psychologie.

Ein Blick auf die Indikatoren zeigt, dass Harvard und das MIT (Massachusetts Institute of Technology) führend bei der Zahl der wissenschaftlichen Publikationen und der Patente sind. Bei anderen Indikatoren sind jedoch andere Hochschulen am besten. So hat beispielsweise die Hochschule Reutlingen den weltweit höchsten Anteil an gemeinsamen Veröffentlichungen mit Partnern aus der Wirtschaft; die höchste internationale Mobilität bei Studierenden hingegen hat die IESEG School of Management im französischen Lille. U-Multirank verdeutlicht, dass sich Exzellenz in verschiedenen Bereichen unterschiedlicher Hochschulen finden lässt und dass die Suche nach „der besten“ Hochschule der Welt davon abhängt, welche Aspekte und Indikatoren jeweils Priorität haben.

„Keine Hochschule ist in allem exzellent“, sagt Frans van Vught, einer der beiden Leiter von U-Multirank. „Nur acht Prozent der Hochschulen erreichten einen Platz in der Spitzengruppe („A“) bei mehr als zehn Indikatoren; umgekehrt erreichten aber 50 Prozent der Hochschulen ein bis fünf Spitzenpositionen. U-Multirank macht deutlich, dass zwar viele Hochschulen in vielem gut sind, die meisten Hochschulen aber in spezifischen Bereichen gut – oder sogar exzellent – sind.

„U-Multirank ist ein großartiges Instrument für Studierende, Hochschulleitungen oder auch für Unternehmen, die Kooperationspartner im Hochschulbereich suchen. Studiereden können interaktiv die Hochschule finden, die für sie selbst die beste ist, die ihren Suchprioritäten am besten entspricht. Die Suche nach einer ‚Nummer 1‘ für alle ist jedoch irreführend, U-Multirank zeigt, dass es die beste Hochschule nicht gibt“, sagt U-Multirank Leiter Frank Ziegele vom CHE Centrum für Hochschulentwicklung.

Zusätzlich zu diesem interaktiven, nutzerorientierten Instrument bietet U-Multirank 17 vordefinierte („readymade“) Rankings, die für ausgewählte Hochschulprofile spezifische Aspekte der Leistungen von Hochschulen vergleichen. Auf der Ebene der ganzen Hochschule beleuchten sie die Forschung, die internationale Orientierung und die Verbindungen zur Praxis und Wirtschaft. Für jedes der sieben Fächer bieten sie einen Überblick über die internationale Orientierung und über ausgewählte Aspekte von Studium und Lehre. Auch diese vordefinierten Rankings unterstreichen die Diversität der Hochschulen besser als es eindimensionale Ranglisten können.

Der EU Kommissar für Bildung, Kultur und Jugend, Tibor Navracsics, begrüßt die Entwicklung von U-Multirank: „U-Mulitrank hat mit der neuen Veröffentlichung erneut seinen Nutzen bewiesen. Exzellente Hochschulen sind entscheidend für die Rückkehr Europas zu Wirtschaftswachstum, für eine gute Bildung und Ausbildung, die die Jugend vertrauensvoll in die Zukunft blicken lässt und für die Förderung von Innovation und den Transfer von Wissen in die Gesellschaft. Ich bin sehr erfreut, dass wir U-Multirank mit der Förderung aus dem Erasmus+ Programm auf den Weg gebracht haben. Die EU bringt damit eine neue Transparenz in die internationale Hochschullandschaft, die Studierenden hilft, bei der Hochschulwahl informierte Entscheidungen zu treffen und Hochschulen erlaubt, ihre Stärken zu identifizieren und weiterzuentwickeln.


Weitere Informationen zu U-Multirank

Interviews mit Frank Ziegele (CHE) und Frans van Vught (CHEPS) mit Informationen und Erläuterungen zu U-Multirank finden sich in dem 12-minütigen Video.

U-Multirank wurde von einem internationalen Konsortium unter Federführung des CHE Centrum für Hochschulentwicklung in Gütersloh, dem Center for Higher Education Policy Studies (CHEPS) an der Universität Twente und des Centre for Science and Technology Studies (CWTS) der Universität Leiden, Niederlande, entwickelt. Das Konsortium wird von Frank Ziegele (CHE) und Frans van Vught (CHEPS) geleitet. Weitere Partner sind das International Centre for Research on Entrepreneurship, Technology and Innovation Management (INCENTIM) an der Katholischen Universität Leuven (Belgien), das Verlagshaus Elsevier, die Bertelsmann Stiftung, die IT Firma Folge 3 in Hamburg sowie weitere nationale Ranking-Produzenten und Organisationen aus dem Hochschulbereich.

Mit einem multi-dimensionalen Ansatz vergleicht U-Multirank Hochschulen in mehr als 30 Indikatoren, in dem sie in fünf Ranggruppen einsortiert werden – von „A“ (sehr gut) bis „E“ (schwach). U-Multirank berechnet keine Rangliste mit einzelnen Rangplätzen. Stattdessen ermöglicht U-Multirank es den Nutzern der Webseite, sich interaktiv auf der Grundlage der persönlichen Präferenzen und Prioritäten hinsichtlich der Bewertungsmaßstäbe ein Bild der Stärken und Schwächen der Hochschulen zu generieren. Die U-Multirank Daten basieren auf einer Vielzahl an Datenquellen: auf Informationen, die von den Hochschulen geliefert wurden, auf bibliografischen Datenbanken, internationalen Patentdatenbanken sowie einer Befragung von mehr als 85.000 Studierenden der teilnehmenden Hochschulen.

Die dritte Ausgabe von U-Multirank wird im März 2016 veröffentlicht werden. Hochschulen, die teilnehmen wollen, können sich auf der U-Multirank Webseite registrieren.

U-Multirank wird von der EU Kommission im Rahmen des ERASMUS+ Programms mit rund 4 Mio. Euro für den Zeitraum 2013 bis 2017 unterstützt. Danach soll eine unabhängige, nichtkommerzielle Einrichtung U-Multirank weiterführen, um dauerhaft einen freien Zugang zu internationalen Vergleichen zu gewährleisten.


Druckversion

Ansprechpartner
Gero Federkeil
Gero Federkeilmehr
Telefon: 05241 9761-30
Fax: 05241 9761-40
E-Mail: Gero.Federkeil@che.de
 
Assistenz:
Tanja Ologemehr
Telefon: 05241 9761-58

Links
Ergebnisse auf umultirank.orgmehr

Informationen zum Projekt U-Multirankmehr

Thema

© CHE Centrum für Hochschulentwicklung 2017Sitemap   Datenschutz   Impressum