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Pressemitteilung vom 28.10.2011

Praxis-Check 2011 - Wie gut fördern die neuen Studiengänge die Beschäftigungsbefähigung der Studierenden?

Fachhochschulen beim Praxisbezug weiter vorne

Die neuen Bachelor- und Masterstudiengänge an den deutschen Hochschulen haben vielfach ihren hohen Anspruch an die Förderung überfachlicher beschäftigungsrelevanter Kompetenzen der Studierenden noch nicht erfüllt. Dies zeigt der Bachelor-/Master-Praxis-Check von CHE und QUEB, der als Teil des CHE-Hochschulrankings publiziert wird. Insgesamt erhielten 288 Studiengänge, das sind rund 19 Prozent der insgesamt rund 1.540 in die Auswertung einbezogenen Studiengänge, die Höchstbewertung von drei Sternen. Auf der anderen Seite wurden aber auch 17 Prozent der Studiengänge mit nur einem Stern bewertet.

Der Bachelor-/Master Praxis-Check untersucht die neuen Studiengänge dahingehend, wie sie über die Vermittlung der fachlichen Kompetenz hinaus das mit der Bologna-Reform anvisierte Ziel der Beschäftigungsbefähigung im Studium verankern und fördern. Konkret werden drei Aspekte anhand eines Kriterienkatalogs betrachtet und mit ein bis drei Sternen bewertet: die Praxisorientierung der Studiengänge und die Vermittlung von methodischen sowie sozialen Kompetenzen. Die drei Teilbereiche fließen gleichgewichtig in ein Gesamtrating ein. Einbezogen wurden Studiengänge aus den Fächern Betriebswirtschaftslehre, Wirtschaftsinformatik, Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau, Verfahrenstechnik, Mechatronik, Bauingenieurwesen sowie Elektrotechnik und Informationstechnik.

Insgesamt schneiden die Studiengänge an Fachhochschulen besser ab als die an Universitäten. So erhielten 24 Prozent der FH-Studiengänge, aber nur 5 Prozent der Uni-Studiengänge im Gesamtrating die Höchstbewertung mit drei Sternen. Das bessere Abschneiden der Fachhochschulen ist dabei vor allem auf den Teilbereich des Praxisbezugs zurückzuführen. Den Fachhochschulen ist es bei der Umstellung auf die Bachelorstudiengänge vielfach gelungen, weiterhin einen hohen Praxisbezug im Studium zu verankern und damit ein für sie zentrales Profilmerkmal beizubehalten. Weniger gut gelungen ist dies allerdings in den Masterstudiengängen, bei denen der Praxis-Bezug –sowohl an den Fachhochschulen als auch an Universitäten – weniger ausgeprägt ist.

Die größten Defizite bestehen hochschultypübergreifend bei der Vermittlung methodischer und sozialer Kompetenzen. Lediglich 15 Prozent der Studiengänge erhielten hinsichtlich der Vermittlung methodischer Kompetenzen die Höchstbewertung; umgekehrt wurden 46 Prozent mit nur einem Stern oder sogar mit „0“ bewertet“. Noch weniger wird auf die Vermittlung sozialer Kompetenzen geachtet: Nur an 4 Prozent der Bachelorstudiengänge und an 6 Prozent der Master-Studiengänge konnten drei Sterne vergeben werden.. Bei beiden Abschlussarten kam jeweils mehr als die Hälfte der Studiengänge nicht über einen Stern hinaus. Gero Federkeil, Autor der Studie, resümiert: „Bei der Vermittlung beschäftigungsrelevanter sozialer und methodischer Kompetenzen ist in der Gestaltung von Studiengängen noch deutlich Luft nach oben.“

Queb e.V. bildet ein Kompetenznetzwerk für innovatives Employer Branding. Mit dem Zusammenschluss namhafter Unternehmen (aktuell 44 Mitglieder) bündelt der Berufsverband das relevante Wissen für ein langfristig erfolgreiches Personalmarketing und bietet Unternehmen eine zentrale Plattform zum Erfahrungsaustausch.


Weitergehende Informationen finden Sie in der angegebenen Publikation.

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Ansprechpartner
Gero Federkeil
Gero Federkeilmehr
Telefon: 05241 9761-30
Fax: 05241 9761-40
E-Mail: Gero.Federkeil@che.de
 
Assistenz:
Tanja Ologemehr
Telefon: 05241 9761-58

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www.queb.orgmehr

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