CHE Ranking
     
CHE Hochschulranking
U-Multirank

Presse
Archiv
Logos
Pressemitteilungen

Ranking Qualitätssiegel

IREG

News vom 12.12.2002

Vergleichende Absolventenbefragung BWL an Universitäten

Ergebnisse einer Pilotstudie des Centrums für Hochschulentwicklung

Bislang fehlt im CHE-Hochschulranking die Perspektive der Absolventen, die das Studium im Rückblick und auch vor dem Hintergrund ihrer beruflichen Erfahrungen kompetent beurteilen können. Hinzu kommt, dass in Rankings generell noch keine Informationen über den Berufseinstieg oder den Arbeitsmarkterfolg der Absolventen im Vergleich der Hochschulen vorliegen. Dies sind jedoch Informationen, die von Studieninteressenten häufig nachgefragt werden. Auch in der hochschulpolitischen Diskussion wird der Arbeitsmarkterfolg der Absolventen zunehmend als ein Kriterium für die Leistung der Hochschulen angesehen.

Mit der vorliegenden Befragung von Absolventen der Betriebswirtschaftslehre an 11 Universitäten betritt das CHE in doppelter Hinsicht Neuland. Zum einen gibt es in Deutschland keine über mehrere Hochschulen vergleichenden Absolventenstudien, die sowohl den Berufseinstieg und den beruflichen Werdegang der Absolventen verfolgen als auch eine vor dem Erfahrungshintergrund der Erwerbstätigkeit rückblickende Beurteilung des Studiums umfassen. In methodischer Perspektive testete die Befragung die Möglichkeiten des Feldzugangs zu den Absolventen über Adressen der Fachbereiche.

Es zeigte sich, dass an den deutschen Universitäten noch keine entwickelte Alumni-Kultur existiert. So fand sich im Bereich Soziologie/Sozialwissenschaft keine ausreichende Zahl an Fachbereichen, die Interesse an einer solchen Studie hatten und gleichzeitig über Adressen ihrer ehemaligen Studierenden verfügten. Und auch in der Betriebswirtschaftslehre konnten letzten Endes nur von 11 Hochschulen aktuelle Adressdaten für die Befragung zur Verfügung gestellt werden. Bei künftigen Absolventenstudien wird daher verstärkt versucht werden müssen, andere Zugangsmöglichkeiten zu den Absolventen zu eröffnen.

Mit Blick auf den Übergang von der Hochschule in den Beruf und die weitere berufliche Entwicklung zeigt sich darüber hinaus auch in der kleinen Stichprobe, dass regionale Arbeitsmarktgesichtspunkte hier eine zentrale Rolle spielen und Unterschiede im Arbeitsmarkterfolg mithin nicht ohne weiteres als Ausdruck unterschiedlicher Leistungsfähigkeit der Hochschulen interpretiert werden dürfen. Hier sind noch erhebliche methodische Entwicklungen erforderlich, um regionale Arbeitsmarkteffekte zu kontrollieren.


Weitergehende Informationen finden Sie in der angegebenen Publikation.

Publikation zu dieser News

Druckversion

Ansprechpartner
Gero Federkeil
Gero Federkeilmehr
Telefon: 05241 9761-30
Fax: 05241 9761-40
E-Mail: Gero.Federkeil@che.de
 
Assistenz:
Tanja Ologemehr
Telefon: 05241 9761-58

© CHE Centrum für Hochschulentwicklung 2017Sitemap   Datenschutz   Impressum