Ziel: Gekürt wurden Deutschlands „beste" Universitäten und Fachhochschulen in den Fächern Betriebswirtschaft, Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftsinformatik, Volkswirtschaftslehre (nur Universitäten), Jura (nur Universitäten), Naturwissenschaften (nur Universitäten, erstmals 2009 erhoben), Informatik, Maschinenbau und Elektrotechnik.
Methodisches Vorgehen: Für das Ranking wurden Personalchefs aller Branchen befragt: 508 Personen beantworteten den Fragebogen. Eine der Kernfragen dabei war: "Welche Universitäten und Fachhochschulen bilden die besten Absolventen aus?" Die Personaler beurteilten auch die neuen Abschlüsse Bachelor und Master, relevante Qualifikationen und die Jobaussichten der kommenden Jahre. Handelsblatt Junge Karriere arbeitet bei der Befragung mit dem Kölner Recruiting Dienstleister Access und dem Meinungsforschungsinstitut Universum Communications Unternehmen zusammen. Abgebildet werden, je nach Fach, die Besten 10 bis 15 Hochschulen.
Ergebnis: In der BWL liegt 2009 die Universität Mannheim auf Platz eins, an den Fachhochschulen die ESB Reutlingen. Bei den Wirtschaftsingenieuren ist die RWTH Aachen und die Fachhochschule Karlsruhe auf Platz eins. Die Hochschule Reutlingen liegt auch bei den Wirtschaftsinformatikern vorne, bei den Universitäten erreichte die TU Darmstadt den ersten Platz. Für das Fach VWL erreichte erneut die Universität Mannheim den ersten Platz. In Jura gereichte es der LMU München, die im Vorjahr noch auf Platz vier rangierte, für den ersten Platz. Die RWTH Aachen erzielte in den Naturwissenschaften wie auch in der Informatik die Spitzenposition. An den Fachhochschulen liegt in Informatik die FH Darmstadt an erster Stelle. Die Ranglisten für Maschinenbau und Elektrotechnik werden von der RWTH Aachen und der FH Aachen angeführt.
Fazit: Unklar bleibt die Methodik. Das Magazin liefert keine Informationen zum Fragebogen, zu verwendeten Skalen oder der Art und Weise der Anschreiben. Auch wird keine Erläuterung gegeben, wie es zur Bildung der Ranggruppen kam. Da sich die meisten hier verwendeten Informationen/Daten auf Angaben von Umfrageteilnehmern größerer Unternehmen beziehen, bleiben kleinere Unternehmen nahezu Unberücksichtigt. Demgegenüber arbeitet der Großteil der Hochschulabsolventen in klein- oder mittelständischen Unternehmen, die aber kaum in die Befragung einbezogen waren. Insofern ist die Aussagekraft der Befragung und des Rankings eingeschränkt. Regionale Bezüge und Kontakte, wie sie vor allem bei Fachhochschulen oftmals stark ausgeprägt sind, schlagen daher in diesem Ranking praktisch nicht ins Gewicht und können nicht berücksichtigt werden.
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